Fantasynamen - Welche sind wo sinnvoll?

Namen in der Fantasy sind immer wieder Thema von Diskussionen. Namen in der Fantasy sind immer wieder Thema von Diskussionen. Besonders, wenn sie überhaupt nicht in das gegebene Setting passen und den gepeinigten Leser auf jeder Seite immer wieder anspringen. Zu lang, zu kurz, zu viele Akzente? Man kann sich ihn nicht merken? Knoten in der Zunge beim Versuch ihn auszusprechen?
Was ich damit sagen möchte: Man sollte sich Gedanken darüber machen, wie Charaktere, Städte, Dörfer und Länder heißen.
Hinter der Namensgebung kann ein tieferer Sinn stecken, aber zumindest sollte Überlegung zu erkennen sein.
Es ist nicht damit getan, dem Charakter euren Lieblingsnamen zu verleihen, man sollte darüber nachdenken, was dieser Name für einen Hintergrund hat, weshalb gerade eure Figur ihn trägt.
Dies erreicht man am besten, indem man sich anschaut, in was für einer Umgebung der jeweilige Charakter lebt.
Die wichtigste Frage hier lautet: Passt der Name zum Kulturkreis? Und wenn nicht: Weshalb?
Besonders schwierig wird diese Frage, wenn ihr eine eigene Sprache und historische Hintergründe entwickelt habt. Hat der Name in eurer entwickelten Sprache eine Bedeutung? Oder stammt der Name aus einer anderen?
Beides kann schwerwiegende Folgen haben. Gehört der Name beispielsweise zu einem Kulturkreis, der mit einem anderen verfeindet ist, kann der Träger diskriminiert werden, oder eben auch hoch angesehen sein. Ihr seht die Schwierigkeiten, die sich ergeben.
Trotzdem sind gerade diese „Hindernisse“ das, was viel Spaß bereiten kann, denn durch überlegte Namensgebung könnt ihr eurer Welt zusätzliche Tiefe geben.
Um sich Namen auszudenken, braucht es nicht unbedingt eine blühende Phantasie. Man kann auch auf praktische Datenbanken zurückgreifen. Hier ein paar ausschließlich für Fantasynamen:
http://www.meisterdermagie.de/ngen/index.php?ref=alle
http://www.demonwright.de/namengen.html
http://www.rinkworks.com/namegen/
http://ebon.pyorre.net/
Sucht man nach normalen Namen, die auch in unserer Welt gebräuchlich sind, gibt es auch dafür jede Menge Listen im Internet, ein Namensbuch aus der Buchhandlung tut es aber auch.
http://www.baby-vornamen.de/
http://www.vorname.com/
http://www.vornamenlexikon.de/
Generell sollte bei der Namensgebung also auf folgende Fragen geachtet werden: Passt der Name zum Charakter? Passt er zum Kulturkreis und wenn nicht: Warum? Ist der Name verständlich?
Kommentare
Hallo Moira,
zu deinen Überlegungen möchte ich noch einige ergänzende Anmerkungen machen.
Aussprache:
Gerade bei Fantasy bzw. SiFi neigen Autoren dazu, die tollsten Wortkreationen zu machen. Sicher haben die Autoren auch eine Vorstellung davon, wie diese Namen ausgesprochen/klingen sollen. Doch sollte er auch an den *unbeleckten* Leser denken, der mit *Si'jylm*, eventl. noch mit diversen Zeichen über den einzelnen Buchstaben seine Probleme hat. Möchte der Autor jedoch mit einem komplexen Namen die Fremdartigkeit bzw. die Komplexibilität der fremden Sprache zeigen, sollte er eine gängige/leichte Variante wählen. Bsp.:
ich heiße Ewajkvksjupp. Aber ihr könnt mich Jupp nennen.
oder
Diese Frucht wird Ariuxkwullym von den Einheimischen genannt. Ich nenne sie schlicht Slim. Seit ich mich davon ernähre, habe ich bei voller Fitness jedes Gramm Fett an mir verloren.
Ein weiterer Punkt sollten Namensähnlichkeiten sein. Gleich/ähnlich klingende Namen für verschiedene Personen, eventl. noch Prota/Anta oder zwischen Personen, die häufig miteinander agieren, können zu Verwechslungen bei dem Leser führen.
Vokale haben Bedeutung bzw. rufen Emotionen hervor (die allerdings in anderen Sprachen auch andere Emotionen als die Gewünschten haben können).
O, U - verleihen Namen einen warmen Klang, haben aber auch etwas Dunkles, Geheimnisvolles.
I, E - klingen hart, energisch, aber auch geradlinig.
A - In einer Untersuchung kam heraus, dass Namen mit A/mehreren A als betont weiblich eingestuft wurden.
Spielereien mit diesen Emotionen (z. B. stelle ich mir bei Ramon einen dunklen/südländischen Typen vor, geheimnisvoll, in kein Schema passend. - Spielerei wäre dann ein hellhäutiger blonder/roter Typ, offen bis zur Naivität, Muttersöhnchen), können auch Beständteil eines Romanes/einer Geschichte sein und einen besonderen Reiz haben. Aber wenn, dann sollten dies vom Autor bewusst eingesetzt werden.
Liebe Grüße
Sheila
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