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Schreibstil mit der Szenerie ändern?

2 Antworten [Letzter Beitrag]
Shay
Bild von Shay
Offline
Beigetreten: 06.01.2012

Ich hoffe, ich habe den Thread an der richtigen Stelle eröffnet. Falls nicht tut es mir leid!

Ich habe vor einiger Zeit den Tipp bekommen, je nach Szenerie den Schreibstil in meiner Geschichte zu ändern. Konkret wurde vorgeschlagen in z.B. Actionreichen Szenen kürzere prägnantere Sätze zu verwenden und lange, verschachteltere oder kompliziertere Sätze und Metaphern in eher beschreibenden / ruhigeren Szenen.

Ich habe einmal ein wenig in den Büchern die ich so lese darauf geachtet und finde es dort nicht unbedingt wieder.
Trotzdem gefällt mir die Idee (obwohl mir die Umsetung schwer fällt!)

Was haltet ihr davon, nutzt ihr dieses "Stilmittel" odeer eher nicht und wenn ja wann, warum und mit welcher Intention?

Liebe Grüße
Shay

Zauberling
Bild von Zauberling
Offline
Beigetreten: 19.12.2009

in z.B. Actionreichen Szenen kürzere prägnantere Sätze zu verwenden und lange, verschachteltere oder kompliziertere Sätze und Metaphern in eher beschreibenden / ruhigeren Szenen.
[...]
Was haltet ihr davon, nutzt ihr dieses "Stilmittel" odeer eher nicht und wenn ja wann, warum und mit welcher Intention?

Ich achte nicht explizit darauf, dass ich genau so vorgehe, aber meistens verwende ich tatsächlich kürzere Sätze in actionreichen Szenen und längere in den ruhigen Szenen.
Das ist durchaus sinnvoll. Die ruhigen Szenen würden durch kurze Sätze zu unruhig und würden damit ihren Sinn verfehlen. In den ruhigen (narrativen) Szenen soll der Leser das verarbeiten, was er zuvor gelesen hat und auch die Figur braucht mal Ruhe. Längere Sätze bringen genau diesen Effekt.
Das kannst du ganz gut selbst ausprobieren, indem du eine Szene mal mit langen Sätzen und mal mit kurzen schreibst. Sie werden jeweils eine andere Wirkung haben.
Kurze Sätze hingegen bringen Bewegung in den Text.

Jin
Bild von Jin
Offline
Beigetreten: 09.01.2010

Kurze Sätze erzielen Tempo und das ist auch meine Intention wenn ich auf dieses Stilmittel zurückgreife. Meiner Meinung nach müssen es auch nicht explizit Actionszenen sein. Auch ein Gefühlschaos (Aufregung, Nervosität) lässt sich so wunderbar rüberbringen.

Ich mag es auch nicht sonderlich mich von einem ellenlangen Satz zum nächsten zu hangeln. Genauso wie ein kurzer Satz nach dem anderen nicht die optimale Lösung ist. Die meisten raten einem zu einer guten Mischung von beidem, da es dem Leser einen gewissen Rhythmus vorgibt und ihn nicht so schnell ermüdet. Allerdings muss da jeder selbst seinen Rhythmus finden. Smile

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