Jump to Navigation

Sombra Zafiro

Bild von Tiamat
Eigener Kommentar: 

Hi Leute!
Dies ist der Anfang meiner neuen Geschichte, ich möchte daraus vielleicht später ein Buch machen, bin mir aber noch nicht ganz sicher. Was haltet ihr davon?
Und noch was, ich weiß nicht in welche Art von Fantasy ich den Text stecken soll, weiß einer Rat?
Gruß,
Tiamat

Ruhig war es auf dem düsteren Dachboden. Doch bald würde die Sonne aufgehen. Dann würden die Hühner wieder wild im Hof gackern, die Pferde in der Scheune wiehern und die Singvögel um das Haus ihre Melodien trällern. Nur im Haus würde Stille herrschen. Man konnte vielleicht das Kratzten einer Feder auf Papier vernehmen oder wie jemand die Seiten eines altersschwachen Buches umblätterte. Doch ansonsten würde ewige Stille im Hause walten. Das kleine Holzhaus stand ganz verlassen im Nebelmoor. Als hätte man es dort verloren und vergessen. Jedoch hatte es einen guten Grund warum dieses Haus fernab eines jeglichem Dorfes stand. Denn hier tief im Nebelmoor lebten Hexen. Dort in dem kleinen Haus. Es waren die letzten Mitglieder des Stammes des Nebels. Von ihnen hatte es noch nie viele gegeben, doch in den letzten Jahren waren sie mehr und mehr verschwunden. Eine nach der anderen, still und heimlich. Nun lebten nur noch vier Hexen dieses Stammes. Sie lebten sehr zurückgezogen im gefürchteten Nebelmoor. Das Moor war ein mystischer und verwunschener Ort. Der Nebel der oft durch das Moor zog war so dich und weiß wie eine Wand. Eine tückische, weiße, wabernde Wand, die jeden, der sich nicht auskannte in die Irre führte. Aber nicht nur der Nebel machten vielen Angst, sondern auch die Irrlichter, die Wanderer tief ins Moor führten, wo sie in den Moorlöchern versanken und elendig ertrinken mussten oder sie trafen plötzlich auf die weißen, scheuen Einhörner, auf die kleinen, zankenden Feen oder die frechen Kobolde. Alle waren sie Gestalten, die plötzlich und unverhofft aus der dichten Nebelsuppe auftauchten. Nie konnte man mit Gewissheit sagen, was sich hinter dem nächsten Nebelvorhang befand. Die Menschen im Norden des Forkwaldes mieden diesen Ort. Nur die Hexen waren ohne Furcht. Das Moor war ihre Heimat und die anderen Bewohner des Moores flößten ihnen weder Angst ein, noch konnten sie die Hexen in die Irre führen. Doch das hätte auch nie ein Wesen gewagt. Die Hexen waren zwar freundliche Nachbarn, aber sie geboten über Magie und konnten deshalb auch sehr unangenehm werden. So gab sich jedes Wesen im Moor Mühe es sich nicht mit den Hexen zu verscherzen. Sie achteten die Hexen, denn nicht selten halfen diese ihnen in der Not. Das Moor war ein Paradies, für jene die es zu lieben gelernt hatten, für die anderen war es eine lebensfeindliche Gegend. So war es einsam, lag ganz für sich alleine da. Eine kleine heile Welt.

In einem alten Märchen heißt es eine Hexe könnte sich nie im großen Nebelmoor verlaufen, denn sie wäre ein Teil davon und das Moor von ihr. Doch das stimmt nicht ganz, denn nur der Stammes des Nebels fühlen sich im Nebelmoor wohl. Kommt jedoch eine Hexe aus dem Moor auf eine weite Grasebene fühlt sie sich verloren und offenbart. Nun war es früh an einem Samstag Morgen. Es wäre eigentlich an der Zeit für die Bewohner des kleinen Hauses aufzustehen. Das taten sie auch. Jeder auf seine Weise. Nur einer war schon wach. Wie immer. Cey saß auf seinem Bett und las in einem vergilbten, alten Schmöker. Ständig hielt er inne und lauschte, ob jemand die Treppe zum Dachboden hinauf kam. Denn das Buch, welches er in der Hand hielt durfte er eigentlich gar nicht lesen. Es handelte sich nämlich um ein Buch der Magie. Cey, ein Junge von etwa dreizehn Jahren, war der einzige im Haus der nicht hexen konnte. Denn die Zauberkraft einer Hexe überträgt sich nur von Mutter zu Tochter. Das war auch der Grund warum es für eine Hexe eine Schande war einen Sohn zu haben. Bekam eine Hexe einen Sohn konnte sie ihre Magiekenntnisse an niemanden weiter geben. Doch Ceys Mutter Nina hatte lieber einen Sohn bekommen, als Abzutreiben. Ihr war ihr Sohn lieb und teuer, auch wenn er nie die magische Linie der Familie weiterführen würde. Seine Mutter hätte ihm nie verboten Bücher über Magie zu lesen, vielmehr war es seine Großmutter Heather die im das Verbot auferlegt hatte. Sie machte keinen Hehl daraus das sie ihn nicht leiden konnte. Jede Gelegenheit ihn zu bestrafen, packte sie beim Schopf und sein der Grund auch noch so unsinnig. Cey war sich sicher, dass Heather bald das Fehlen des Buches bemerken würde. Sie würde die Treppe hoch poltern, wie eine Furie dann würde sie in sein Zimmer kommen und ihn in einen Raben verwandeln. Zumindest drohte sie ihm damit immer wieder. Doch seine Mutter und seine Großmutter waren nicht die einzigen Hexen im Haus. Da waren noch Suri Ceys gleichaltrige Cousine und seine Tante Sita. Suri war Ceys einziger Beistand im Zorne seiner Großmutter. Wenn Heather wütend war schwollen die Adern an ihrem Hals an, sie wurde ganz rot im Gesicht und ihre graphitgrauen Augen schienen Feuer zu sprühen. Als Cey wieder einmal inne hielt um zu lauschen, roch er die zarte Vorahnung des Frühstücks, dessen Geruch durch das ganze Haus zog. Tief zog er den wohlriechenden Duft nach gebratenen Eiern und frischen Brot in die Lungen. Eilig schob er den alten Wälzer unter seine Matratze. Fasst stürmisch rannte er die Treppe vom Dachboden herunter. Manch anderer wäre auf den abgetretenen Holzstufen ausgerutscht aber der Junge war so trittsicher wie eine Gämse.

Kommentare

Bild von Quisille

Vorgeschichte, Beschreibung des Settings und Hintergrundinfo, keine Handlung. Was Du hier hast, ist meines Erachtens ein Metatext, ein Text, den Du später als Inspirationsquelle nutzen kannst, wenn Du das eigentliche Werk schreibst. Aber für den Leser ist das nach meinem Dafürhalten nix, deshalb möchte ich den Text nicht fleddern.

Denn Musen soll man in Frieden lassen. Smile

Das Setting ist interessant, und die Welt hat Potenzial für Konflikt. Aus meiner Sicht kann das was werden, wenn noch eine Story dazukommt.

Bild von Junipera

Hallo Tiamat

Dein Text erinnert mich an die Märchen.
"Es war einmal ein Junge der lebte mit seiner Mutter und seinen Tanten allein im Nebelmoor. Eines Morgens bevor die Sonne................

Wie Quisille das schon so schön beschrieben hat, kann dieser Text dir von nutzen sein um deinen Handlungsablauf festzulegen.
Wichtig ist der Hauptkonflikt deines Protagonisten.
Schreib doch erstmal so weiter (vielleicht nicht jedes kleinste Detaill), dann kannst du im Anschluss mit Handlung schreiben.

Vielleicht könnte dein Anfang ja mal so aussehen:
"Frühstück"!
Tante Heathers stimme schallte durch das kleine Haus. Cey schlug eilig das Buch zu und schob den vergilbten Wälzer unter seine Matratze. Zu lange hatte er in dem Buch der Magie geblättert. Cey wollte das Buch unbedingt vor dem Morgen zurück stellen damit seine Tante es nicht bemerkte. Jetzt verwandelt Sie mich doch in einen Frosch. Bei dem Gedanken wurden Ceys Knie ganz weich als er hastig die Holztreppe nach unten rannte.

Liebe Grüße Juni

Bild von Tiamat

Ihr habt natürlich recht, so kann der Text nicht bleiben. Ich wollte versuchen so viele Informationen wie möglich am Anfang schreiben, dass macht den Text nicht gerade lebendig. Ich werde versuchen sie mehr zu verteilen und mehr Handlung hinein zu bringen. Mal sehen wie das dann aussieht! Smile

Bild von Sehnsucht

Nicht nur mehr verteilen, das hier will ich am Anfang gar nicht lesen. Ich möchte Interaktionen zwischen Personen, und dass etwas passiert, denn im Moment ist die einzige Handlung: Cey liest. Auf geschätzten 5 Normseiten.
Streich bitte die Einhörner und Feen, und den Nebelstamm, und das die Kühe anfangen zu muhen und die Vögel anfangen zu singen.
Außerdem: Hexen die Abtreiben? Haben die eine eigene Hexenabtreibungsklinik? Das ist wirklich ausgesprochen unstimmig mit der Welt. Wie wäre es mit im Wald aussetzen? In einer untechnologisierten Welt drften die Hexen wohl auch erst nach der Geburt wissen, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist, außer es gibt so eine Art Seher Hexe für pränatale Diagnostik.
Außerde wäre es doch viel schöner, die Unerwünschtheit von Cey in diesem Haus zu zeigen, in dem die Frauen nicht sehr Freunlcih mit ihm reden und seine Cousine für ihn einspringt? Versuche mal, eine Szene zu schreiben, vielleicht am ANfang sogar nur Dialog, damit du ein Gespür dafür bekommst.

Bild von Zauberling

Ich wollte versuchen so viele Informationen wie möglich am Anfang schreiben,

Das kenne ich.
Man hat immer das Bedürfnis, seinem Leser so viel wie möglich mitteilen zu wollen, zumindest in der Planungsphase.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man gerade die ersten Szenen und Kapitel fast immer streicht, denn im Laufe des Entstehungsprozesses stellt man fest, dass der Leser die Informationen an dem Punkt noch nicht braucht. Und auch nicht will. Wink
Du nimmst sonst alle Spannung vorweg.
Wie Quisille schon sagt, ist es wohl eher ein Metatext. Als Kapitel - auch nicht, oder erst recht nicht als erstes - ist es ungeeignet.

Das Setting finde ich gut und auch die Idee dahinter. Und Sehnsuchts Idee, die Jungen auszusetzen finde ich gut. Oder mach irgendwas anderes Fieses. *fies grins*

Bin gespannt, was da noch draus wird.

LG

Kommentar hinzufügen

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • Zulässige HTML-Tags: <a> <em> <strong> <cite> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd> <img> <blockquote> <mark>
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.
  • Textual smileys will be replaced with graphical ones.

Weitere Informationen über Formatierungsoptionen

CAPTCHA
Diese Frage hat den Zweck zu testen, ob man ein menschlicher Benutzer ist und um automatisierten Spam vorzubeugen.

« nach oben

Login

Wer wir sind und was wir wollen

Die Charta Scriptoria ist ein Zusammenschluss von fantasybegeisterten Autoren, die der Wunsch eint, produktiv an ihren Texten zu arbeiten und sich über schreibrelevante Themen zu unterhalten. Dabei ist egal ob Anfänger oder Fortgeschrittener. Bei uns ist jeder willkommen, der Kritik an den eigenen Werken annimmt und bereit ist an fremden Texten zu arbeiten.

Du bei uns

Bekomme Lesermeinungen zu deinen Werken und bewerte selber Texte anderer.
Hilf bei den Recherchen unserer Autoren und stelle selber Fragen an die Community.
Begegne Gleichgesinnten und nimm an unseren monatlichen Autorentreffen teil.

Registrieren Regeln

Wer ist online?

Moira
Zohea
Zur Zeit sind 2 Benutzer und 1 Gast online.
Powered by Drupal, einem Open-Source Content-Management-System.