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Texte & Kritiken

Prolog meiner Geschichte...

Das Wetter passte zu seiner Stimmung. Noch war die Sonne da und legte ihr weiches, gelbliches Abendlicht über die Hügel. Ruhig und friedlich nahm sich das Ganze aus, eine sanfte Landschaft mit gutem Boden für den Ackerbau, kleinen nicht zu dichten Wäldern, reichlich Wasser und genügend Gras. Das Gebiet war gut besiedelt, besonders hier, in der Umgebung der Königsstadt Gae.

Nachtaktiv

Unterwegs begegnete ich einigen zwielichtigen Gestalten, die auf der Straße standen, doch sie beachteten mich nicht. Ich lief weiter über eine Brücke. Nun sah die Gegend etwas anders aus. Überall waren helle Lichter, Werbetafeln und Taxis die noch durch die Straßen fuhren.

Der Vampir

Als ich aufwachte, brummte mein Schädel gehörig. Ich lag in einer verdreckten Gasse. Meine Jeans war zerrissen und ich trug ein verschmutztes T-Shirt. Ich stand auf und lief, noch benommen, Richtung Straße und schaute mich um. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite standen heruntergekommene Läden und einige zerkratzte und zerbeulte Autos. Rechts von mir ging es die Straße endlang Richtung Stadt.

Diskussionen nach der Flucht.

„Trogan, kannst du schwimmen?“, rief er ehe er los ließ und zusammen mit dem Zwerg die Klippe hinab glitt.

Prustend tauchte Nayral wieder aus dem Wasser auf, nur um sofort erneut unterzutauchen und nach Trogan zu suchen. Immer wieder, wenn er die Oberfläche erreichte, hörte er die Rufe der Soldaten, doch unterhalb der Klippe konnten sie niemanden sehen. Die Gischt der herannahenden Wellen tat ihr Übriges und verbarg ihn vor den Blicken. Von neuem tauchte er unter und konnte endlich einen Stiefel fassen und zog ihn aus dem Wasser. Nayral griff nach dem Treibholz, das die Wellen hin und herwarfen, und hievte den Zwerg darauf, der hustend nach Atem rang.

Orntelli Hills

Orntelli Hills

Sie wollte nicht zurück. Das war es zumindest gewesen, was sie sich geschworen hatte, doch nun saß sie im Zug nach Orntelli Hills und keine Beteuerungen der Welt konnten abstreiten, dass ein winziger, unausstehlicher Teil ihres Herzens sich auf diese Rückkehr freute.

Albmär

Der Traum

Er erwachte in Mitten von Leichen. Unzähliges namenloses totes Fleisch bedeckte die Welt bis zum Horizont. Nackt trieb er in einem Strom aus Blut und schrie. Die von Verwesungsgestank erfüllte Luft atmete er gegen Übelkeit kämpfend ein, bis er endlich gepackt und aus dem Leichenmeer und seinem Traum gerissen wurde.

Verspätung

Verspätung

»Wegen eines Personenunfalls ist der Zugverkehr zwischen Schönheide und Sperberstraße unterbrochen. Reisende mit dem Fahrtziel Sperberstraße fahren bis Bahnhof Schönheide und steigen dort um. Wir bitten um Ihr Verständnis.«

Joachim Klöver verzog das Gesicht und stieg ein. Ausgerechnet heute. Sein fünfter Hochzeitstag, und er verspätete sich.

Sombra Zafiro

Ruhig war es auf dem düsteren Dachboden. Doch bald würde die Sonne aufgehen. Dann würden die Hühner wieder wild im Hof gackern, die Pferde in der Scheune wiehern und die Singvögel um das Haus ihre Melodien trällern. Nur im Haus würde Stille herrschen. Man konnte vielleicht das Kratzten einer Feder auf Papier vernehmen oder wie jemand die Seiten eines altersschwachen Buches umblätterte.

Letzter Eintrag

15. September '92

Dies wird der letzte Eintrag sein. Ich denke nicht, dass ihr mich vermissen werdet. Tod und Leid war meine Passion und habe sie an unzähligen Opfern ausgelebt. Wenn ihr bis hierhin gelesen habt, dann denkt ihr sicherlich: "Das ist doch kein Mensch, eher eine brutale Tötungsmaschine!" Und da könntet ihr Recht haben.

Deserteur (Prolog)

Inmitten der kleinen Lichtung lag der Leichnam einer Frau.

Keine Unregelmäßigkeit in Gegenden wie diesen, denn den tückischen Wäldern Daars fielen tagtäglich unvorsichtige Jäger, glücklose Abenteurer oder verirrte Reisende zum Opfer. Was diesen Leichnam so besonders machte, war die verräterische Körperhaltung, die jeden umsichtig Herannahenden in Alarmbereitschaft versetzen musste.

Tuahina (Ausschnitt)

Er hätte es kommen sehen müssen, dachte Rhòan, er hätte es verdammt nochmal kommen sehen müssen, dass es so laufen würde. Die ganze Sache war von Anfang an zum Scheitern verurteilt gewesen. Egal wie, es hatte nicht funktionieren können. Nicht in dieser Stadt, nicht unter diesen Umständen, nicht, wenn alles, aber auch wirklich alles, vom ersten Moment an gegen sie gespielt zu haben schien.

Warum ich kein Buch schreibe

Ich sitze im Bett und lese vorm Schlafen noch „Harry Potter und der Orden des Phoenix“. Bald kommt der nächste Band und ich habe das dumpfe Gefühl, ich hätte wichtige Kleinigkeiten vergessen. Zu oft habe ich diesen Teil schon gelesen oder als Hörbuch gehört. Meine Augen wandern zu den bordeaux farbigen Streifen an der Schlafzimmerwand.

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